Schutzengel Raphael mit Tobias

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Tobit wird vorgestellt als ein frommer Mann, der seinen armen Brüdern in der Verbannung mit Almosen hilft und dennoch ein eigenes Vermögen aufbaut. Einen Teil dieses Vermögens deponiert er vorsorglich in Medien bei einem gewissen GabaŽl. Wegen seiner Glaubenstreue und Mildtätigkeit Ė er begräbt die vom König Sanherib getöteten Israeliten Ė wird er durch die Assyrer verfolgt, doch sein Neffe Achikar legt bei dem nachfolgenden König Asarhaddon Fürsprache für ihn ein (Kap. 1). Als Tobit aus dem Versteck in sein Haus zurückgekehrt ist, begräbt er erneut verbotswidrig einen erschlagenen Juden. In der folgenden Nacht erblindet er, worauf er (wie Hiob in seinem Unglück) zwar seine Not beklagt, nicht aber von Gott abfällt (2,1-3,6). Auch Sara, die Tochter eines Verwandten Tobits aus dem medischen Ekbatana, beweint zur selben Zeit ihre Not, da der Dämon Aschmodai ihre sieben Verlobten nacheinander getötet hat (3,7-15). Doch für beide kündigt sich Gottes Hilfe in Gestalt des Engels RafaŽl an (3,16f.). Tobit sendet, den nahen Tod vor Augen, seinen Sohn Tobias nach Medien, damit er dort das hinterlegte Geld hole. Als Reisebegleiter und Führer stellt sich dem Jungen RafaŽl zur Seite, der sich als Asarja ausgibt (Kap. 4+5). Auf dem Weg fängt Tobias einen Fisch, den er auf Anraten des Engels ausnimmt. Herz und Leber sollen gegen Dämonen, die Galle bei Blindheit helfen. Tobias erhält so die Schlüssel zur Lösung der Not (6,2-9). In Ekbatana heiratet Tobias die Sara, nachdem er tatsächlich den Dämon vertreiben konnte. Während der 14tägigen Feier zieht RafaŽl/ Asarja weiter, um das von Tobit deponierte Geld abzuholen. Danach kehren die drei zu Tobias Eltern nach Ninive zurück (6,10-10,13). Tobias heilt dort mit der Fischgalle die Blindheit des Vaters. Die guten Nachrichten werden mit einem großen Fest gefeiert, nach dem sich der Weggefährte Asarja als Engel RafaŽl zu erkennen gibt (Kap. 11+12). Die Erzählung mündet in einen Lobgesang des Tobit (Kap. 13). Nach dem Tod Tobits und seiner Frau ziehen Tobias und Sara nach Ekbatana, um sich vor der kommenden Zerstörung Ninives (612 v.Chr.) zu retten (Kap. 14).
http://www.bibelwissenschaft.de/bibelkunde/spaetschriften-des-at/tobit/

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